Ivan Antonietti - Homepage von Kurt Schmitz

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Über mich
R1926              Ivan Antoietti              V2008


Ivan war einer der Aikido-Pioniere Deutschlands. Nachdem ihm seine Frau Margit 1965 ein Aikido-Buch von Kisshumaru Ueshiba zu Weihnachten geschenkt hatte, begann er umgehend mit dem Training. Dies war in den 60er Jahren nicht so einfach. Aikido-Lehrer waren rar und zunächst fand er beim Judo Club  Rüsselsheim und im Judo Club 1922 Wiesbaden die Möglichkeit, Aikido zu erlernen. Als Lehrer fungierte damals ein SSgt. George Naker (US Army), der in Japan seine Aikido-Kenntnisse erworben hatte. Gleichzeitig begann er in "seinem Verein", dem Postsportverein Mainz, selbst Aikido zu unterrichten.
Gemeinsam mit Gerd Wischnewski, Karl Ehret und anderen Aikidoka begann Ivan, Aikido im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus zu verbreiten. 1973 gründete er die Betriebssportgruppe Aikido am Flughafen Frankfurt, wo er bis zu seiner Pensionierung 1989 das Training leitete. Bis 2006 war er als Trainer beim Postsportverein Mainz tätig.
Im Sommer 1969 lernte er Meister Nocquet kennen. Aufgrund seiner umfangreichen Sprachkenntnisse – Englisch, Französisch, Italienisch und Russisch – fungierte er als Übersetzer bei internationalen und nationalen Aikido-Lehrgängen, die Meister Nocquet leitete. Zwischen den beiden Männern entwickelte sich eine tiefe, freundschaftliche Beziehung, die bis zum Tode von Meister Nocquet 1999 anhielt.
Am 28.10.2008 ist Meister Ivan Antonietti verstorben..........
Seid 1983 kannte ich Meister Ivan... es dauerte lange, bis er mir das Du   anbot und selbst dann habe ich nie Ivan zu ihm gesagt.. es war für mich immer   Meister Ivan ... er war und ist meine Leitlinie im Aikido... niemals geprägt durch Machtbewusstsein..

Er hätte ein führender Kopf in der Aikidoszene sein können. Er war einer, der vielen heutigen "Meistern" die ersten Schritte lehrte... aber das war nie das, was er wollte... Verbände, Regeln .. nicht seine Welt... er wollte Aikido verbreiten.

Die, die zu ihm kamen, wussten, das sie keine Graduierung bekamen.. im Gegenteil.. allein für eine Prüfung trainieren war ihm zuwider... er wollte Aikido spielen.. er war ein Künstler, er kreierte Aikidobewegungen während des Trainings. Er lebte Aikido...

Solange ich ihn kannte, war er die Stimme von Maitre Nocquet oder eben Trainer.. nie sah ich ihn  fallen, und später sah man ihm vor dem Training den "alten" Mann an... aber dann im Hakama auf der Matte... als trage er Rollschuhe :) .. er lachte, lebte auf...

Er prägte meine Liebe zum Aikido und das wenige, was ich von ihm behalten kann, versuche ich weiterzugeben.. an Techniken wird es wenig sein, aber an Begeisterung und Liebe, am Spass an der Bewegung mit anderen.... das wünsche ich mir weiterzugeben...

Ich glaube, das ich mich Schüler von Ihm nennen darf..... ohne seine Zustimmung hätte ich nach dem 2. Kyu keinen Gürtel mehr angenommen.

Danke für all das, was du mir in 25 Jahren geschenkt hast ...
Domo arigato an einen großen Meister im Aikido, dem ich eine zeitlang auf dem Weg des Aiki folgen dürfte.....

Kurt Schmitz
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